Auswahl der Maßnahmen

Aus KLIMASCOUT für Kommunen
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== Maßnahmen auswählen<br/> ==
 
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Bei der Auswahl der Maßnahmen ist es wichtig, die personellen, finanziellen und räumlichen und Ressourcen der Kommune zu berücksichtigen. Die ergriffenen Maßnahmen sind sinnvoll miteinander zu kombinieren (Instrument-Mix) und zu abgestimmten Konzepten zusammenzufassen. Dabei ist zu berücksichtigen, ob die Klimaanpassung bereits Bestandteil der kommunalen Politik ist oder die Öffentlichkeit und Verwaltungen für dieses Thema sensibilisiert werden muss.
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Bei der Auswahl der Maßnahmen ist es wichtig, die personellen, finanziellen und räumlichen Ressourcen der Kommune zu berücksichtigen. Die ergriffenen Maßnahmen sind sinnvoll miteinander zu kombinieren (Instrument-Mix) und zu abgestimmten Konzepten zusammenzufassen. Dabei ist zu berücksichtigen, ob die Klimaanpassung bereits Bestandteil der kommunalen Politik ist oder die Öffentlichkeit und Verwaltungen für dieses Thema sensibilisiert werden muss.
  
 
Bei der Auswahl von Maßnahmen sollten folgende Punkte berücksichtigt werden:
 
Bei der Auswahl von Maßnahmen sollten folgende Punkte berücksichtigt werden:
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2. Wirkungstiefe (gering bei Maßnahmen der Gefahrenabwehr, mittel bei Maßnahmen der technischen Vorsorge, groß bei strukturellen Maßnahmen)
 
2. Wirkungstiefe (gering bei Maßnahmen der Gefahrenabwehr, mittel bei Maßnahmen der technischen Vorsorge, groß bei strukturellen Maßnahmen)
  
3. Anschubkosten (Kosten um Investoren zur Umsetzung einer Maßnahme zu bewegen)
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3. Anschubkosten (Kosten, um Investoren zur Umsetzung einer Maßnahme zu bewegen)
  
 
4. Betriebswirtschaftlichkeit der Maßnahme (Diese wird bestimmt über die Amortisationszeit und kann mit Hilfe einer Kosten-Nutzen Analyse ermittelt werden. Siehe '''Informationen'''.)
 
4. Betriebswirtschaftlichkeit der Maßnahme (Diese wird bestimmt über die Amortisationszeit und kann mit Hilfe einer Kosten-Nutzen Analyse ermittelt werden. Siehe '''Informationen'''.)
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Für eine bessere Übersichtlichkeit empfiehlt es sich die ausgewählten Maßnahmen auf Maßnahmenblättern zusammenzufassen. Ein Maßnahmenblatt sollte folgende Punkte beinhalten:
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Für eine bessere Übersichtlichkeit empfiehlt es sich, die ausgewählten Maßnahmen auf Maßnahmenblättern zusammenzufassen. Ein Maßnahmenblatt sollte folgende Punkte beinhalten:
  
 
*Beschreibung der Maßnahme
 
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*Akteure
 
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*ergänzende Maßnahmen
 
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*Bewertungsmatrix
 
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Siehe Beispiel aus „Klimaschutz in Kommunen - Praxisleitfaden“, S. 306:
 
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Nach der Auswahl der Maßnahmen und Ausarbeitung der Maßnahmenblätter ist es für eine bessere Übersicht sinnvoll einen Prioritäten- und Zeitplan zu erstellen. Dieser zeigt den kurz- und mittelfristigen Bedarf an finanziellen und personellen Ressourcen. Außerdem ermöglicht er eine bessere Abstimmung des Gesamtpakets Klimaanpassung.
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Nach der Auswahl der Maßnahmen und Ausarbeitung der Maßnahmenblätter ist es für eine bessere Übersicht sinnvoll, einen Prioritäten- und Zeitplan zu erstellen. Dieser zeigt den kurz- und mittelfristigen Bedarf an finanziellen und personellen Ressourcen. Außerdem ermöglicht er eine bessere Abstimmung des Gesamtpakets Klimaanpassung.
  
 
Siehe Beispiel eines Prioritäten- und Zeitplans für den Bereich Klimaschutz aus „Klimaschutz in Kommunen - Praxisleitfaden“, S.307. Die generelle Struktur ist auf die Klimaanpassung übertragbar.
 
Siehe Beispiel eines Prioritäten- und Zeitplans für den Bereich Klimaschutz aus „Klimaschutz in Kommunen - Praxisleitfaden“, S.307. Die generelle Struktur ist auf die Klimaanpassung übertragbar.
  
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Frankfurter Anpassungsstrategie an den Klimawandel 2011<br/>[http://www.energiemanagement.stadt-frankfurt.de/ http://www.energiemanagement.stadt-frankfurt.de/] (Berichte und Dokumente / Frankfurter Anpassungsstrategie an den Klimawandel 2011)<br/>[http://energiemanagement.stadt-frankfurt.de/Service/Dokumente/Anpassungsstrategie-Klimawandel.pdf http://energiemanagement.stadt-frankfurt.de/Service/Dokumente/Anpassungsstrategie-Klimawandel.pdf]
 
Frankfurter Anpassungsstrategie an den Klimawandel 2011<br/>[http://www.energiemanagement.stadt-frankfurt.de/ http://www.energiemanagement.stadt-frankfurt.de/] (Berichte und Dokumente / Frankfurter Anpassungsstrategie an den Klimawandel 2011)<br/>[http://energiemanagement.stadt-frankfurt.de/Service/Dokumente/Anpassungsstrategie-Klimawandel.pdf http://energiemanagement.stadt-frankfurt.de/Service/Dokumente/Anpassungsstrategie-Klimawandel.pdf]
  
<span class="articleHead">Klimaanpassungskonzept Stuttgart 2012 (KLIMAKS)</span><br/>http://www.stadtklima-stuttgart.de/index.php?klima_kliks_klimaanpassungskonzept (Bereits praktizierte Anpassung wird mit weiteren notwendigen Maßnahmen zusammengefasst.)
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<span class="articleHead">Klimaanpassungskonzept Stuttgart 2012 (KLIMAKS)</span><br/>[http://www.stadtklima-stuttgart.de/index.php?klima_kliks_klimaanpassungskonzept http://www.stadtklima-stuttgart.de/index.php?klima_kliks_klimaanpassungskonzept] (Bereits praktizierte Anpassung wird mit weiteren notwendigen Maßnahmen zusammengefasst.)
  
 
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Aktuelle Version vom 11. Juli 2014, 12:00 Uhr

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Für die Maßnahmenauswahl wird zunächst eine Risikoanalyse durchgeführt, mit deren Hilfe dann die Planungsbereiche priorisiert werden. Diese bilden anschließend die Basis für die Auswahl der Maßnahmen.

Inhaltsverzeichnis

Ziele formulieren

Ziele sollten klar formuliert und realistisch sein. Wichtig ist hierbei, die personellen, finanziellen und  räumlichen Ressourcen der Kommune zu berücksichtigen.
Um zusätzliche Erkenntnisse für die Zielformulierung und einer möglichen Akzeptanz der definierten Ziele zu gewinnen, kann es sinnvoll sein die Ziele den zuständigen Mitarbeitern vorzustellen.

Tipps zur Zieldefinition:


Beispiel eines Ziels aus dem Klimaschutzleitfaden, S. 312:
„Eine CO2-Minderung von jährlich zwei Prozent im Bereich der kommunalen Einrichtungen zu erreichen“


Maßnahmen sammeln

Zur Erstellung eines Maßnahmenkatalogs werden zunächst Ideen zur Klimaanpassung und Maßnahmenvorschläge zur Erreichung der definierten Anpassungsziele gesammelt. Zahlreiche Ideen finden sich hier im Wiki unter Maßnahmen. Dort werden Maßnahmen anhand aktueller Beispiele näher erläutert. Für eine erfolgreiche Umsetzung ist es aber wichtig, diese an die örtlichen Gegebenheiten anzupassen. Die Sammlung der Maßnahmen erfolgt in drei Stufen:

1. Bereits existierende Maßnahmen sichten und bewerten. Synergieeffekte z.B. mit dem Klimaschutz identifizieren

2. Ideen und konkrete Vorschläge kommunaler Akteure sammeln (z.B. in Gesprächen und Workshops)

3. Ergänzende Recherche  des Konzepterstellers

 

Maßnahmen auswählen

Bei der Auswahl der Maßnahmen ist es wichtig, die personellen, finanziellen und räumlichen Ressourcen der Kommune zu berücksichtigen. Die ergriffenen Maßnahmen sind sinnvoll miteinander zu kombinieren (Instrument-Mix) und zu abgestimmten Konzepten zusammenzufassen. Dabei ist zu berücksichtigen, ob die Klimaanpassung bereits Bestandteil der kommunalen Politik ist oder die Öffentlichkeit und Verwaltungen für dieses Thema sensibilisiert werden muss.

Bei der Auswahl von Maßnahmen sollten folgende Punkte berücksichtigt werden:

1. Priorität des Planungsbereichs

2. Wirkungstiefe (gering bei Maßnahmen der Gefahrenabwehr, mittel bei Maßnahmen der technischen Vorsorge, groß bei strukturellen Maßnahmen)

3. Anschubkosten (Kosten, um Investoren zur Umsetzung einer Maßnahme zu bewegen)

4. Betriebswirtschaftlichkeit der Maßnahme (Diese wird bestimmt über die Amortisationszeit und kann mit Hilfe einer Kosten-Nutzen Analyse ermittelt werden. Siehe Informationen.)


Für eine bessere Übersichtlichkeit empfiehlt es sich, die ausgewählten Maßnahmen auf Maßnahmenblättern zusammenzufassen. Ein Maßnahmenblatt sollte folgende Punkte beinhalten:


Siehe Beispiel aus „Klimaschutz in Kommunen - Praxisleitfaden“, S. 306:

Massnahmenblatt II.jpg



Prioritäten- und Zeitplan erstellen

Nach der Auswahl der Maßnahmen und Ausarbeitung der Maßnahmenblätter ist es für eine bessere Übersicht sinnvoll, einen Prioritäten- und Zeitplan zu erstellen. Dieser zeigt den kurz- und mittelfristigen Bedarf an finanziellen und personellen Ressourcen. Außerdem ermöglicht er eine bessere Abstimmung des Gesamtpakets Klimaanpassung.

Siehe Beispiel eines Prioritäten- und Zeitplans für den Bereich Klimaschutz aus „Klimaschutz in Kommunen - Praxisleitfaden“, S.307. Die generelle Struktur ist auf die Klimaanpassung übertragbar.

Prioritaeten und Zeitplan II.jpg


Beispiele

Frankfurter Anpassungsstrategie an den Klimawandel 2011
http://www.energiemanagement.stadt-frankfurt.de/ (Berichte und Dokumente / Frankfurter Anpassungsstrategie an den Klimawandel 2011)
http://energiemanagement.stadt-frankfurt.de/Service/Dokumente/Anpassungsstrategie-Klimawandel.pdf

Klimaanpassungskonzept Stuttgart 2012 (KLIMAKS)
http://www.stadtklima-stuttgart.de/index.php?klima_kliks_klimaanpassungskonzept (Bereits praktizierte Anpassung wird mit weiteren notwendigen Maßnahmen zusammengefasst.)

Informationen

Kosten und Nutzen von Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel - Analyse von 28 Anpassungsmaßnahmen in Deutschland
http://www.uba.de/uba-info-medien/4298.html

Die Folgen des Klimawandels in Deutschland Was können wir tun und was kostet es?
http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-medien/4355.html


Referenzen

[1] Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie: http://www.bmwi-unternehmensportal.de/liquiditaet/controlling/planung/01200/index.php (abgerufen am 26.02.2012)

[2] Snover, A.K., L. Whitely Binder, J. Lopez, E. Willmott, J.Kay, D. Howell, and J. Simmonds. 2007. Preparing for Climate Change A Guidebook for Local Regional and State Governments. In association with published by ICLEI – Local Governments for Sustainablility, Oakland, CA.

[3] Prof. Dr. Hugo M. Kehr, Dipl.-Psych. Kaspar Schattke: Motivationsmanagement
 in der mitarbeiterorientierten Unternehmensführung. PDF [2MB]

[4] Olsen, Erica: Strategische Planung für Dummies. Weinheim (2007)

[5] Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH: Klimaschutz in Kommunen - Praxisleitfaden. Berlin (2011)

[6] Cronenbroeck, Wolfgang: Handbuch internationales Projektmanagement. Berlin (2004)

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