Wenn das Wasser zum Problem wird

Aus KLIMASCOUT für Kommunen
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Das Burgenland zählt wegen des ungarischen Einflusses bereits heute zu den trockensten und wärmsten Gebieten Österreichs. Aufgrund der voranschreitenden Erderwärmung werden massive Auswirkungen auf Waldbestände, Vegetation und Fließgewässer erwartet. Eine der Hauptproblematiken ist die Trockenheit bzw. der damit einhergehende ansteigende Wasserverbrauch. Die KLAR! Region Pinkafeld-Riedlingsdorf befasst sich daher schwerpunktmäßig gleich in mehreren Maßnahmen mit dieser Thematik, insbesondere der nachhaltigen Nutzung der Ressource Wasser.
 
Das Burgenland zählt wegen des ungarischen Einflusses bereits heute zu den trockensten und wärmsten Gebieten Österreichs. Aufgrund der voranschreitenden Erderwärmung werden massive Auswirkungen auf Waldbestände, Vegetation und Fließgewässer erwartet. Eine der Hauptproblematiken ist die Trockenheit bzw. der damit einhergehende ansteigende Wasserverbrauch. Die KLAR! Region Pinkafeld-Riedlingsdorf befasst sich daher schwerpunktmäßig gleich in mehreren Maßnahmen mit dieser Thematik, insbesondere der nachhaltigen Nutzung der Ressource Wasser.
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'''Austrocknung auf Grün- und Naturflächen vermeiden'''
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Erreicht werden soll diese Maßnahme durch klimawandel-angepasste Rasen- und Gartenpflege und, indem eine lange Bodenbedeckung in der Vegetationsperiode angestrebt  und Erosion auf Ackerflächen vermieden wird. Zahlreiche Informationsveranstaltungen sollen verschiedene Interessensgruppen zusammenbringen und eine Vernetzung bewirken, um da Know-How in der Region entscheident erweitern zu können. Das daraus gewonnene Wissen kann in der weiteren Folge für die gesamte pannonische Region verwendet werden bzw. für weitere Regionen angepasst werden.

Aktuelle Version vom 10. Januar 2019, 14:26 Uhr

Die zentrale Versorgung der Bürgerinnen und Bürger mit frischem Trinkwasser aus heimischen Quellen und Grundwasservorräten. Die Versorgung muss sichergestellt werden, auch wenn die Gefahr von langen Trockenperioden mit extremer Trockenheit wie im Jahr 2018 durch die Klimaerwärmung und veränderte Niederschlagsmuster zukünftig weiter steigt. Einige der Regionen aus dem "KLAR!-Projekt" (Klima Anpassungsmodel Regionen) setzen daher auf Maßnahmen, um die Wasserversorgung auch in Zukunft zu sichern. Darüber hinaus wird das Wassermanagement immer wichtiger, ebenso wie Flächen, in denen überschüsiges Wasser durch extreme Regenfälle zurückgehalten werden kann. Drei KLAR!-Regionen beschreiben, wie sie damit umgehen.

KLAR! Freistadt: Wasser in allen Formen

Die "KLAR!" Freistadt zählt zu den trockensten Regionen Oberösterreichs und spürt daher vor allem in den Sommern wie 2017 stark die Auswirkungen des Klimawandels. Dies zieht negative Auswirkungen auf die Land- und Forstwirtschaft nach sich, aber auch das direkte Wohlbefinden der Menschen wird negativ beeinfluss. Klimaszenarien zeigen, dass der Druck aud die Region zukünfig weiter steigen wird.

Der Schwerpunkt in der Region ist das Thema Wasser, dazu zählen zu viel Wasser durch Starkregenereignisse und zu wenig Wasser durch längere Trockenperioden. Die Bürgerinnen und Bürger der Region Freistadt haben schon mehrfach erleben müssen, welche katastrophalen Auswirkungen der Klimawandel verursachen kann. Dies äußerte sich bisher z. B. durch Überflutungen nach extremen Starkregenereignissen mit Schäden in Millionenhöhe. Nach längeren Trockenperioden kam es zu Wasserknappheit, Ernteausfällen und wegen starken Borkenkäferbefalls zu großem Schadholz in der Forstwirtschaft.

Maßnahme Himmelsteiche

Himmelsteiche sind Teiche, die nur von Grundwasser und Niederschlagswasser, also vom Himmel gespeist werden, aber keinen Zulauf durch Oberflächengewässer haben. Die Installation von  Himmelsteichen und die Reaktivierung von Hausteichen sollen zu Niederschlagsrückhalt bereits in der Region beitragen. Neben positiven Effekten für den Trinkwasserhaushalt kann mit dieser Maßnahme auch der Spitzenabfluss reduziert werden. Einige umgesetzte Best-Practice-Beispiele sollen die Verbreitung der Idee unterstützen.

Maßnahme Hangwassermanagement und Erosionsschutz

Hangwässer sind Überschwemmungen fernab von Gewässern. Im Rahmen dieser Maßnahmen werden die Hot-Spots in der KLAR! Freistadt erhoben und die konkret relevanten Zielgruppen vor Ort informiert. Dazu zählen einerseits die Entscheidungstragenden in der örtlichen Raumplanung, aber auch Land- und Forstwirtinnen und Forstwirte sowie durch Hangwasser betroffene Personen.

Maßnahme Trinkwasser - quo vadis?

Zusammen mit den Trinkwassergenossenschaften wird eine Informationsoffensive zum achtsamen Umgang mit der Resource Trinkwasser gegeben. Der Fokus liegt in der Information der Bevölkerung direkt vor Ort. Des Weiteren wird speziell darauf hingewiesen, in Trockenperioden Wasser zu sparen, da Spitzenabflüsse zu diesen Zeiten das Versorgungsnetz an die Grenzen bringen. KLAR! Freistadt is es gelungen, die in der Region bereits in den unterschiedlichsten Bereichen tätigen Organisationen in ihrer oft ehrenamtlichen Tätigkeit zu unterstützen und konkrete Umsetzungen für die nahe Zukunft festlegen.

Pinkafeld-Riedlingsdorf: Nachhaltige Wassernutzung

Das Burgenland zählt wegen des ungarischen Einflusses bereits heute zu den trockensten und wärmsten Gebieten Österreichs. Aufgrund der voranschreitenden Erderwärmung werden massive Auswirkungen auf Waldbestände, Vegetation und Fließgewässer erwartet. Eine der Hauptproblematiken ist die Trockenheit bzw. der damit einhergehende ansteigende Wasserverbrauch. Die KLAR! Region Pinkafeld-Riedlingsdorf befasst sich daher schwerpunktmäßig gleich in mehreren Maßnahmen mit dieser Thematik, insbesondere der nachhaltigen Nutzung der Ressource Wasser. Austrocknung auf Grün- und Naturflächen vermeiden Erreicht werden soll diese Maßnahme durch klimawandel-angepasste Rasen- und Gartenpflege und, indem eine lange Bodenbedeckung in der Vegetationsperiode angestrebt  und Erosion auf Ackerflächen vermieden wird. Zahlreiche Informationsveranstaltungen sollen verschiedene Interessensgruppen zusammenbringen und eine Vernetzung bewirken, um da Know-How in der Region entscheident erweitern zu können. Das daraus gewonnene Wissen kann in der weiteren Folge für die gesamte pannonische Region verwendet werden bzw. für weitere Regionen angepasst werden.

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